Manchmal hab ich das Gefühl, du wärst da. Als würdest du neben mir sitzen, als könnte ich meinen Kopf auf deine Schulter legen. Als hätten wir in all dieser Normalität und in dem Alltagstrott einen kurzen Moment der Intimität. Du bist keine Silhouette, ich sehe dich nicht. Ich spüre dich einfach nur. Manchmal bist du nur ein Schatten, den ich im Augenwinkel neben mir wahrnehme, so als wärst du da, am Rande meines Sichtfeldes, aber nicht im Fokus. Ich muss dich auch gar nicht sehen, mir reicht das Gefühl, dass du da bist. Dass du meinen Gedanken lauschst, mich in den Arm nimmst, wenn ich die Augen nur für einen kurzen Moment schließe oder auch einfach nur neben mir stehst, wenn ich nicht weiß, wie es um meine Kräfte bestellt ist. Dass du mich nicht verurteilst oder auslachst, sondern verstehst oder es zumindest versuchst. Ich weiß nicht, wer du bist, ich kenne dich nicht und vielleicht weißt du auch nicht, wer ich bin, aber ich weiß, dass ich dir vertrauen kann. Dass ich vielleicht doch nicht so alleine bin, wie es manchmal aussieht und sich auch mal anfühlen kann. Ich weiß, es ist irrational, surreal und vielleicht auch ein bisschen wahnsinnig, aber das interessiert dieses Gefühl nicht. Ich weiß nicht, ob es dich wirklich gibt und ob sich da zwei Seelen berühren, ohne einander wirklich nahe zu sein. Ob einem die Präsenz eines Menschen, den man gar nicht kennt, überhaupt so bewusst sein kann oder ob meine Imagination meinem unsteten, unsicheren Selbst einfach nur einen Ruhepol schenken möchte. Ein Ruhepol, der wirklich immer wieder für ein paar Sekunden funktioniert, wenn ich die Augen zu mache, einfach nur einmal durchatme und mir dabei ein kurzes Schmunzeln über die Lippen zieht. Weil du da bist, obwohl du es doch eigentlich gar nicht sein kannst.
Und auch, wenn das alles nur eine Illusion ist, so mag ich den Gedanken. Den Gedanken, dass du da bist, einfach so und ohne spezifischen Grund. Vielleicht geht es dir ja genauso, vielleicht begleite ich dich auch manchmal durch den Tag oder nur bei deiner Bahnfahrt, ohne dass ich es weiß. Und vielleicht, auch wenn es komplett unwahrscheinlich ist, vielleicht treffen wir uns eines Tages und der Schatten in meinem Augenwinkel nimmt deine Gestalt an.
"Stars shining bright above you, night breezes seem to whisper 'I love you'. Birds singing in the sycamore tree, dream a little dream of me. Say nighty night and kiss me, just hold me tight and tell me you'll miss me while I'm alone and blue as can be. Dream a little dream of me. Stars fading but I linger on, dear, still craving your kiss. I'm longing to linger 'til dawn, dear, just saying this: Sweet dreams til sunbeams find you, sweet dreams that leave all worries behind you. But in your dreams, whatever they be, dream a little dream of me."
