Ich habe mich noch nie so gemocht wie zu der Zeit, als du da warst. Selbst, als ich heulend in meinem Studentenzimmer lag und Zuhause die Hölle los war, selbst da habe ich nicht mehr so sehr an mir selbst gezweifelt, sondern zu allem gestanden, auch zu mir. Was für mich eine riesige Leistung ist, denn normalerweise bin ich die Erste, die die Fehler bei sich sucht. Ich habe keine Ahnung, wie du das bei mir geschafft hast, aber ich glaube, allein die Tatsache, dass du als einziger Mensch mich komplett so mochtest wie ich war, mir gereicht hat. Denn wenn jemand so Tolles wie du mich mag, dann kann ich gar nicht so übel sein.
Und von dort aus ist es ein tiefer Fall bis zum absoluten Selbsthass - und ich habe mich selbst noch nie so verachtet wie jetzt. Ich kann mich im Spiegel nicht mehr anschauen, ich wider mich selbst an und ich würde am Liebsten gar nicht mehr existieren. Und das ist keine Phase, das geht nun schon lange so. Seitdem alles eingekracht ist, seitdem auch du genau das getan hast, was ich dir erzählt hab, was alle anderen mit mir machen; ohne ein Wort gegangen bist, ich nicht genügt habe aus was weiß ich für Gründen. Und ich hasse mich dafür, dass ich dich aus meinem Leben verloren habe, dass du gegangen bist, dass ich dich nicht aufhalten konnte und du mich wohl scheinbar nun auch so sehr verachtest, dass du nicht mal mehr ein Wort für mich übrig hast. Dabei verachte ich mich selbst genug für die ganze Welt. Ich wünschte, irgendwer würde uns in einen Raum einsperren, damit du nicht mehr vor mir abhauen kannst und ich zumindest meine Fragen stellen kann, damit ich weiß, was an mir so verachtenswert ist. Was ich hätte tun müssen oder wer ich hätte sein müssen, um dich zu halten. Einfach nur folgende Fragen: Was hab ich falsch gemacht? Warum war ich auch für dich ungenügend? Und immer noch die Frage, ob ich nur das Trostpflaster war. Mehr will ich gar nicht wissen. Und ich würde nicht dich dafür verurteilen, sondern nur mich selbst. Weil ich selbst nicht besser sein konnte. Weil ich nicht genug war. Wieder mal. Und auch, wenn das vorher überall schon weh getan hat, war es nie so schlimm wie jetzt, weil du mir mitunter meine glücklichste, freieste und unbeschwerteste Zeit geschenkt hast. Weil du mir so unglaublich wichtig bist. Weil ich immer für dich da sein wollte, egal was ist, egal als was. Weil ich es nicht kann und du es wohl auch nicht willst. Und ich hoffe einfach nur, dass du glücklich bist. Das ist mir wichtig. Unglaublich wichtig. Wichtiger als alles andere. Als ich mir selbst. Ich vegetiere eh nur noch vor mich her, nur noch eine menschliche Hülle mit einer Menge Nichts, Selbsthass und Traurigkeit drin. Ich würd dich gern noch ein letztes Mal umarmen, dich fragen, wie es dir geht. Aber in deiner Welt existiere ich ja nicht mehr. Du meintest mal, als ich dir erzählt hab, dass ein Seelenstriptease von mir einfach nur auf Schweigen und Ignoranz gestoßen ist und du fandest es traurig und falsch. Was ist passiert, dass ich mit dir jetzt in der gleichen Situation stecke? Wenn du nur wüsstest, wie ich dich vermisse. Oder vielleicht weißt du's, ich mach ja kein Geheimnis draus. Und auch dafür hasse ich mich, dass ich nicht stärker sein kann. Dass ich so schwach bin. Dass ich um deine Freundschaft kämpfen wollte oder zumindest darum, Antworten zu kriegen, um zu verstehen - und daran gescheitert bin und mich das fertig macht. Dass ich kein Selbstbewusstsein habe, um über all das drüber zu stehen. Ich hasse mich für so vieles, aber am Meisten dafür, dass ich dich verloren hab, dass ich dich zu dem Punkt bekommen hab, dass du meine Existenz ignorierst.
"When the world is seeing yellow I only see gray. When everybody sees the rainbow I'm stuck in the rain. You take a little piece of me every time you leave, I don't think that I'll ever find that silver lining or a reason to smile. You know I used to paint such vibrant dreams, now I'm colorblind, colorblind. When did my heart get so full of the never mind, never mind? Did you know that you stole the only thing I needed? Only black and white in my eyes, I'm colorblind. Ain't it funny that you managed to just wash away even pictures that you're not in have started to fade. I tried to play my favorite songs but I can't sing along, the words don't feel the same. Yuo've taken all the best things from me and thrown them away. I'll wait for roses to be red again and I hate that you took my blue from the ocean. Give me back green greens and goldens, my purples, my blues you stole them. How long will I be broken?"

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