Vor zwei Wochen hatte ich den Gedanken, dass sich in drei Jahren Lebenszeit einfach nichts getan hat. Zumindest nicht bei mir. Dass da immer noch Menschen sind, deren Anwesenheit weh tut, einfach, weil sie dich mit so einer Penetranz ignorieren ohne dass es gerechtfertigt wäre. Dass man wieder mal die Übriggebliebene ist, die nicht weitergezogen ist oder wen an seiner Seite hat. Dass man einfach nur älter geworden ist, aber dass es auch genau das war. Und der Gedanke hat ziemlich weh getan.
Aber eigentlich stimmt er nicht so ganz. Ja, ich bin immer noch alleine, ja, ich hänge wieder in einem Studium drin und kriege es weder hier noch da gebacken, nicht am Ende des Abends alleine zu sein und ja, ich wünschte, man könnte einfach mal wieder unverkrampft quatschen, genauso wie damals, nur mit durchrotierten Gesichtern. Aber ich bin nicht mehr unbedingt die selbe Person wie zuvor. In meinem neuen Studium habe ich Leute gefunden, an denen mir wirklich was liegt. Für die ich tatsächlich auch freiwillig mal ein Wochenende in meiner Studentenbude bleibe. Die ich in den paar Wochen, die man sich jetzt nicht gesehen hat, vermisse. Und im Gegensatz zu damals bin ich jetzt vollkommen bereit, jemanden zu lieben. Aus tiefstem, ganzen Herzen. Die Mauern, die ich damals aufgebaut hab und trotzdem überklommen wurden, sind niedriger geworden. Ich wollte noch nie allein sein, damals auch nicht, aber zumindest habe ich gerade keine Angst mehr davor, neue Gesichter zu sehen, kennen zu lernen. Und ich weiß mittlerweile, was es heißt, zu kämpfen. Nicht um andere, das hab ich schon immer probiert und bin dabei jedes mal grandios gescheitert, sondern um sich selbst. Da war ein Loch und darin konnte man sich auch mal suhlen, aber da kann man auch raus. Vielleicht bin ich immer noch nicht wieder oben angekommen, aber ich seh zumindest das Tageslicht wieder und ich fange wieder an, einfach mal bescheuert zu sein. Und dafür kann ich vor allen Dingen meiner Patentante danken und den Leuten, bei denen ich mich immer und immer wieder ausjammern durfte. Aber eben auch mir selbst - oder vielmehr meiner Sturheit, die mir immer wieder gesagt hat, dass es lächerlich ist, dass es mir so schlecht geht und dass das ja wohl auch mal abzuhaken wäre. Abgehakt ist es vielleicht noch nicht gänzlich, aber auch das ist okay.
Ich freu mich wieder über Dinge und ich wertschätze Menschen, die einfach immer da waren oder jetzt da sind und die einem das Gefühl geben, gut so zu sein, wie man ist, unheimlich. Und ich habe nicht mehr diese "Lasst mich doch alle in Ruhe"-Einstellung von vor drei Jahren. Mein Studium ist jetzt eines, für das ich wirklich arbeiten muss, bei dem es viel zu tun gibt und dass sich alleine deswegen schon gelohnt hat, weil ich einen wertvollen Menschen kennengelernt hab. Allein dafür lohnt sich der Stress schon, weil man sich ihn meistens zusammen antun muss.
Ich bin dabei, mir wieder das zu erkämpfen, was mich ausgemacht hat und was ich selbst an mir mochte und diesmal brauche ich hoffentlich niemanden, der mich darin so bestärkt, dass er mir letztlich aber auch wieder den Boden unter den Füßen wegreißen kann. Ich stehe ein bisschen fester im Leben, aber hol mir mein Traumtänzerdasein wieder.Egal wie. Denn das wünsch ich mir persönlich für 2016. Oberflächlich ist vielleicht noch alles gleich, innen drin aber nicht mehr. Ich bin vielleicht noch etwas verletzlicher geworden, ein bisschen fragiler und daher noch einen Ticken vorsichtiger, aber auch ein Vielfaches offenherziger. Ich war eigentlich schon immer ehrlich, mittlerweile bin ich darin aber auch noch direkter geworden, zumindest, wenn es um mich selbst geht. Ich gebe einfach alles von mir Preis, das Gute, das Schlechte, die Verletzungen und die Stellen, die noch heilen müssen. Aber das liegt nicht daran, dass ich Aufmerksamkeit will, wer mich kennt, weiß, dass das so gar nicht mein Ding ist. Sondern einfach daran, weil ich da langsam meinen Frieden mit finde und es mich nicht mehr angreifbar macht. Und ich hoffe, dass ich das als kleiner Traumtänzer so weiter durchziehen kann, damit ich auch irgendwann irgendwo ankomme.
Ich freu mich wieder über Dinge und ich wertschätze Menschen, die einfach immer da waren oder jetzt da sind und die einem das Gefühl geben, gut so zu sein, wie man ist, unheimlich. Und ich habe nicht mehr diese "Lasst mich doch alle in Ruhe"-Einstellung von vor drei Jahren. Mein Studium ist jetzt eines, für das ich wirklich arbeiten muss, bei dem es viel zu tun gibt und dass sich alleine deswegen schon gelohnt hat, weil ich einen wertvollen Menschen kennengelernt hab. Allein dafür lohnt sich der Stress schon, weil man sich ihn meistens zusammen antun muss.
Ich bin dabei, mir wieder das zu erkämpfen, was mich ausgemacht hat und was ich selbst an mir mochte und diesmal brauche ich hoffentlich niemanden, der mich darin so bestärkt, dass er mir letztlich aber auch wieder den Boden unter den Füßen wegreißen kann. Ich stehe ein bisschen fester im Leben, aber hol mir mein Traumtänzerdasein wieder.Egal wie. Denn das wünsch ich mir persönlich für 2016. Oberflächlich ist vielleicht noch alles gleich, innen drin aber nicht mehr. Ich bin vielleicht noch etwas verletzlicher geworden, ein bisschen fragiler und daher noch einen Ticken vorsichtiger, aber auch ein Vielfaches offenherziger. Ich war eigentlich schon immer ehrlich, mittlerweile bin ich darin aber auch noch direkter geworden, zumindest, wenn es um mich selbst geht. Ich gebe einfach alles von mir Preis, das Gute, das Schlechte, die Verletzungen und die Stellen, die noch heilen müssen. Aber das liegt nicht daran, dass ich Aufmerksamkeit will, wer mich kennt, weiß, dass das so gar nicht mein Ding ist. Sondern einfach daran, weil ich da langsam meinen Frieden mit finde und es mich nicht mehr angreifbar macht. Und ich hoffe, dass ich das als kleiner Traumtänzer so weiter durchziehen kann, damit ich auch irgendwann irgendwo ankomme.
"Somewhere beyond the sea, somewhere waiting for me my lover stands on golden sand and watches the ships that go sailing."

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