Ich hätte gekämpft. Hättest du etwas gesagt oder mich gefragt, ich hätte gekämpft. Hättest du mir nur einen Grund gegeben, ich hätte gekämpft. Um dich. Um das hier. Um all das dazwischen. Weil du etwas in mir ausgelöst hast, das ich so nicht mehr kannte, das ich vermisst und bei dir, in dir gefunden habe. Bei dir fühle ich mich lebendig, selbst in den schlechten Momenten. Ich sauge alle von ihnen auf. Dein Lachen, deine abschätzigen Kommentare, die abfälligen Blicke, das Abschweifen deiner Gedanken, jeder Hieb gegen mich und jede kleine positive Geste. Du machst mich wahnsinnig, in jede erdenkliche Richtung. Wahnsinnig glücklich, wenn wir miteinander lachen oder du mich in den Arm nimmst. Wahnsinnig wütend mit deiner Arroganz und Ignoranz. Wahnsinnig zufrieden, weil ich bei dir ich selbst sein kann und ich tausend Dinge wüsste, wie ich gern mit dir ganz simpel Zeit verbringen würde und es trotzdem schön wäre. Wahnsinnig verzweifelt, weil ich nicht mehr schlau daraus werde, was du eigentlich willst und wie ich mit dir umgehen soll. Wahnsinnig ekstatisch, weil du bei mir einen Schalter umlegen kannst, mit dem du all die Anziehung einfach so mal eben anknipst. Und auch, wenn all das vielleicht auf Dauer mein Untergang sein könnte, hätte ich genau darum gekämpft. Weil das zwischen uns einfach unglaublich intensiv ist und es genau das ist, was ich will. All die Ratlosigkeit, Wut, das Glück, die Zufriedenheit. Ich will mich lautstark mit dir streiten und mich danach auf dich stürzen, ich will mich gemütlich mit dir vor den Fernseher hauen und auf Konzerten mitgröhlen. Ich will mit dir schweigen und über belanglose Dinge reden können. Ich will deine Freunde kennenlernen, deine ganzen Eigenarten und Spleens. Ich will dich mit einer Nerf-Gun durch die Gegend jagen, will dich auf die Palme bringen und dass du das genauso mit mir machst. Ich will das ganze Paket, den langweiligen Alltag, die stressigen Wochen, die entspannten Abende. Weil ich glaube, dass das funktionieren könnte. Auch, wenn wir uns in den Wahnsinn treiben oder vielleicht auch gerade deswegen. Denn ganz unten unter allem anderen ist da auch eine ganz großartige Freundschaft und ich glaube fest daran, dass es keine bessere Basis gibt als so etwas. Dass selbst, wenn all die intensiven Gefühle und der Wahnsinn mal abflauen und ruhiger werden, genau das bleibt und dafür sorgt, dass es funktioniert. Dass man füreinander da ist, miteinander lebt. Ich will mit dir gemeinsam lebendig sein. Und Gott, was hätte ich dafür gekämpft. Wenn du irgendwas davon auch so sehen würdest, wenn du was sagen würdest.
Also ist alles, für das ich noch kämpfen kann, unsere Freundschaft. Weil ich die nicht aufs Spiel setzen möchte, indem ich in einen bereits verlorenen Kampf um das, was da noch mehr zwischen uns ist, ziehe und du am Ende alle Bande kappst. Weil ich mir selbst auch die Schmerzen und Erniedrigung sparen möchte und nichts kaputt machen will. Ich weiß nicht, ob du weißt, was du verpasst. Eine liebende, leidenschaftliche junge Frau, die mehr Energie darauf verwenden würde, dich zu unterstützen und glücklich zu machen, als dass sie an sich denkt. Die versuchen würde, dir genau das Gefühl von zuhause zu sein zu vermitteln, das du ihr gibst. Die das Essen fertig hat, wenn du von der Arbeit kämst, die dir zuhört und die mit dir wahnsinnig ist. Die sich abends neben dir zusammenrollt und einfach gern dabei zuschaut, wie du den Dingen nachgehst, die dir Freude bereiten. Die versucht, jeden Moment so intensiv zu leben, wie es gerade möglich ist. Der Geld egal ist, weil sie lieber den Kopf in den Wolken hat, Träume jagt und ein unglaublich großes Herz hat. Die niemals ohne Grund und einfach so gehen würde, die lieber an Problemen gemeinsam arbeitet, statt einfach aufzugeben und es hinzunehmen. Ich weiß nicht, was du stattdessen hast. Woher auch. Aber ich hoffe zumindest, dass es dich so glücklich macht, wie ich es gerne tun würde. Dass der Grund, warum sich zu kämpfen nicht lohnt, mehr als pure Gemütlichkeit ist. Ich hab mich damit abgefunden, dass all das für mich unerreichbar bleiben wird und trotzdem. Hättest du etwas gesagt, ich hätte gekämpft.
Wherever I'll go you'll be with me, my first tought and my last. We'll depart in bitterness, one day you'll understand. Carry on, beloved maiden mine, carry on or we have to pay the price. Will you still wait for me, will you still cry for me? Come and take my hand.

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