Wie viel mehr noch? Was willst du mir noch alles entgegen werfen? Ich dachte wirklich, wir wären jetzt auf einem Weg. Einem guten Weg. Einem, von dem du vollkommen überzeugt bist, hinter dem du stehst und auf dem du mich entgegen meiner ganzen Zweifel einfach mitreißt. Und in dem Moment, in dem ich wirklich völlig dazu bereit bin, obwohl alles um mich brennt, rennst du weg. Warum? Willst du wirklich nur das, was du nicht haben kannst? Packt dich die Angst? Oder zweifelst du jetzt, wo wir beide unser ganzes Leben in die Luft gejagt haben, ob es wirklich das Richtige ist? Und warum sprichst du dann nicht mit mir darüber? Gerade noch wolltest du dein ganzes Leben mit mir verbringen, hast unsere gemeinsame Einrichtung geplant und dir Urlaub für schöne Tage genommen, die wir miteinander teilen wollten. Und sobald ich sagen will "Okay, scheiß auf alles, wir machen das jetzt" bist du wieder weg. Ich will diesen ganzen ungewissen Kram nicht. Ich will mich nicht fragen, warum du dich nicht meldest, ob du es dir wieder anders überlegt hast. Du wolltest dein Leben mit mir teilen. Dazu gehört nicht, vom Erdboden zu verschwinden und alles um dich herum zu ignorieren. Dazu gehört, dass man sich gemeinsam gegen den Sturm stellt, die Hand des anderen hält, sich ansieht und weiß, dass es zusammen irgendwie alles trotzdem gut wird. Weil man einander hat. Nach all dieser Scheiße, die hinter uns liegt. Nach all dem, was ich zwei Jahre lang mitgemacht habe, nach Beziehungen, die ich beendet habe und nach all dem, was du die letzten Wochen getan hast. Nach all dem haben wir uns doch genau das verdient. Sollten wir jetzt nicht beieinander sein? Den Wunsch haben, alles ins Rollen zu bringen, einander glücklich zu machen? Wirklich, ich möchte nichts lieber tun als das. Dafür haben wir gelitten, gekämpft, gehadert und irgendwie doch immer wieder den Weg zurück zu einander gefunden. Weil es ohne einander einfach nicht geht. Du erzählst mir, dass du mich liebst, dass du unbeschreibliche Gefühle hast und keine Woche später verschwindest du vom Erdboden. Lässt mich ins Leere laufen. Ich trau mich ja nicht einmal dir zu sagen, dass ich dich auch brauche. Sollte so eine Beziehung aussehen? Dass man sich nicht traut, dem anderen seine Bedürfnisse mitzuteilen? Dass man kein Problem damit hat, sich einfach irgendwo hin zurückzuziehen, wo der andere einen nicht mehr erreichen kann? Ich dachte, das hätten wir nun hinter uns. Ich dachte, wir stehen jetzt zueinander und nebeneinander. Ich dachte, wir starten jetzt was ganz Großes, auch wenn es schwierig ist. Aber weil es genau das ist, was wir beide wollen. Und stattdessen frage ich mich mal wieder, was du überhaupt willst. Ob du selbst überhaupt weißt, was du willst - und ob das wirklich ich bin. Du hast immer viel Scheiß erzählt, wenn der Tag lang ist. Ich wollte und will glauben, dass das jetzt ein Ende hat. Ich will dir vertrauen. Ich will auf uns vertrauen. Aber du machst es mir so unglaublich schwer gerade. Weil du mich vollkommen aus deinem Leben raus sperrst und ich nur Rätselraten veranstalten kann. Erwartest du gerade von mir, dass ich damit okay bin? Ich mache mir Sorgen, unfassbar große Sorgen. Zuerst mal um dich und dann vor allen Dingen um uns. Ist dir das egal? Wie oft willst du noch so derartig mit mir Ping Pong spielen? Ich kann das nicht mehr. Ich gehe daran kaputt. Ich hab mein ganzes Leben hierfür in die Luft gejagt und auch, wenn es weh tat und schlimm war, ich dachte, es lohnt sich für das hier. Nur, dass "das hier" gerade nicht mal mehr existent ist und ich keine Ahnung habe, woran ich bin. Was ist so schwer daran, mit mir zu sprechen? Und wie genau stellst du dir die Zukunft vor, wenn es denn wirklich eine für uns beide geben soll? So? Dass du mich auf Pause stellst, obwohl du ein Leben mit mir verbringen willst? Du tust mir weh. Vielleicht denkst du, gar nichts zu tun, ist die beste Lösung. Aber dem ist nicht so. Sie tut einfach nur weh. Ich würde wirklich gerne mit dir alt werden, aber damit das funktioniert, gehören da zwei zu. Und, dass man einander mit einbezieht.
"But I don't care what they say, I'm in love with you. They try to pull me away but they don't know the truth. My heart's crippled by the vein that I keep on closing - you cut me open and I keep bleeding, keep keep bleeding love."

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