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Mittwoch, 9. Oktober 2019

Schall und Rauch.


Es gibt noch so viel zu sagen. Dinge, die ich aussprechen muss, die du hören solltest, nein, müsstest, weil sie vielleicht auch bei dir noch einmal etwas bewegen. Und selbst wenn nicht, dann eben, weil du es verdient hast, dass man es dir einmal an den Kopf wirft, auch, wenn es absolut nichts ändern sollte. Jede Stunde fällt es mir schwerer, dir nicht zu schreiben und den Kontakt so nonexistent sein zu lassen, wie er nun einmal ist. Ich liebe dich so sehr und wir haben schon so viel Scheiße hinter uns... haben wir es uns dann nicht endlich verdient, miteinander glücklich zu sein? Wir sind nie voneinander los gekommen und ich weigere mich zu akzeptieren, dass unsere Chance, nun zusammen zu sein, der Grund sein wird, der uns voneinander fern hält. Gut, du willst nicht, dass ich versuche dir Halt zu geben und zu helfen. Du verbindest nichts Schönes mehr mit mir. Und auch, wenn ich das nicht ändern kann - weißt du eigentlich, wie unfair das ist? Ich kann nichts für die entstandenen Konsequenzen und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, waren sie vorhersehbar. Ich habe sogar hin und wieder danach gefragt, ob das wirklich alles so einfach machbar ist. Ich weiß nicht, ob du einfach nur optimistisch, verblendet oder ignorant warst, keine Ahnung - aber es war nichts, das überraschend kam und nichts, auf das ich Einfluss hatte. Der Grund, warum du da bist, wo du nun bist, ist, weil du unglücklich warst. Auch das solltest du nicht vergessen. Klar, ich habe mit rein gespielt, aber primär warst du unglücklich und du hast etwas unternommen, um das zu ändern. Dafür lasse ich mir nicht die Schuld zuschieben. Ich bin schuldig, dich glücklich machen zu wollen. Ich bin schuldig, dass ich mir eine schöne Zukunft mit dir ausgemalt habe und dass ich dafür auch mit dir durch die Abgründe gehen werde. Ich habe dich zu keiner Entscheidung gezwungen, die hast du alleine getroffen und das aus so viel mehr Gründen als nur mir. Wie oft sagtest du zu mir "Das will ich alles so nicht mehr"... ?
Und auch, wenn ich einerseits verstehe, dass, wenn du an mich denkst, du an all diese Probleme denkst, finde ich es andererseits einfach nur furchtbar unfair. Denn ich - wir - sind mehr als das und vor allen Dingen ist es auch alles nichts, das nicht erwartbar war. Ich habe mich darauf eingestellt und ich würde mich furchtbar gerne mit dir um alles kümmern, aber du hast mich zum Abbild des Schlimmen auserkoren, obwohl ich dazu nicht viel beigetragen habe. Hilft dir das, es besser zu verkraften, wenn ich die Böse in diesem Spiel bin? Ich verstehe immer noch nicht, wie du so radikal von "Liebe meines Lebens" zum "Fehler meines Lebens" umschwenken konntest. Ist da nicht ein Part in dir, der merkt, wie falsch das ist? Und wie es all das, was wir jetzt durchlebt haben und für das wir stehen wollten, entwertet? Wenn das nun der Weg für uns ist, nämlich, das es keinen gibt, dann hätten wir auch einfach direkt vor zwei Jahren den Schlussstrich ziehen können. Es tut mir weh, einfach nur weh. Ja, es ist alles scheiße und ja, wir haben einen Haufen Probleme vor uns, die daraus entstanden sind. Aber degradier mich und uns nicht zum Fehler. Denn das bedeutet, dass daran nichts Gutes gewesen wäre und wir wissen beide, dass dem nicht so ist. Wir waren was Gutes und wir können wieder was Gutes sein. Wenn du für dich deine Gedanken umsortierst, verstehst und akzeptierst, dass es nicht richtig ist, mich zum Abbild allen Schlechtes auszurufen. Weil es nicht fair mir gegenüber ist und weil es uns die Chance nimmt, noch einmal zueinander zu finden. Falls das überhaupt in deinem Kopf jemals eine Möglichkeit sein wird - denn ich kann das nicht mehr, ständig von dir aufs Abstellgleis geparkt und nicht über deine Entscheidungen informiert zu werden. Ich versuche es zu akzeptieren und damit zu leben, aber es tut nun einmal einfach verdammt weh. Ich liebe dich. Ich hab keine Worte dafür, wie sehr. Und das zerstört mich langsam, denn deine Form der Liebe ist eine Fahne im Wind - und ich wünschte, ich könnte dich dazu bewegen, die Windrichtung wieder für uns zu ändern. Und ich wünschte, ich könnte dir all das sagen, aber es ist einfach nur Schall und Rauch in meinem Hirn und Herzen. Denn ich weiß, dass du mir aktuell eh nicht zuhören oder mich nur noch mehr verteufeln würdest. Und auch das kann ich einfach nicht weiter ertragen.

"By my side you'll never be [...] and I want you to know that I, I can't let you go. [...] You tell me that you love me but you never wanna see me again."

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