Du bist in meinem Kopf. Jeden Morgen, jeden Abend und zwischendrin. Und ich bekomme dich da nicht raus, auch, wenn ich sicherlich genug Gründe hätte, um dich zu verabscheuen, zu verteufeln, vielleicht sogar zu hassen. Aber ich kann das nicht. Du hast jetzt zum fünften Mal den Kontakt vollkommen zu mir abgebrochen und jedes Mal war es schlimmer als das Mal zuvor. Und trotzdem tut es mir mehr weh, nicht mit dir zu reden, als es einmal endgültig durchzustehen. Warum? Weil du mir immer noch wichtig bist und weil ich mir Sorgen mache. Ich weiß, ich bin nicht die Einzige, die du vor den Kopf gestoßen hast und ich habe große Angst davor, dass du denkst, das alles nun alleine schaffen zu müssen. Das ist Quatsch. Du liebst mich. Ich liebe dich. Wir sollten füreinander da sein und ich wäre bereit dazu, dich in allem zu unterstützen. Und auch, wenn ich keine Wunder bewirken kann, kann ich kreativ sein und lösungsorientiert denken und falls das nicht hilft, kann ich immer noch schlichtweg einfach für dich da sein. Deine Hand halten, dich küssen, umarmen. Dir Wärme und Zuneigung spenden. Dich nicht alleine lassen. Ich habe Angst, was gerade mit dir passiert, ob du klar kommst oder ob du dich selbst vielleicht zugrunde richtest. Diesen Gedanken werde ich nicht los und er macht mich traurig und besorgt. Ich würde so gerne meine Hand zu dir ausstrecken und sie dir hinhalten, damit ich dich hochziehen kann. Dafür müssen unsere Wege nicht einmal zusammen weiterverlaufen. Ich wüsste eh nicht, wie wir das zwischen uns noch einmal hinkriegen sollten, ohne, dass du an dir selbst arbeitest. Und das ist etwas, das ich eh nicht verlangen kann. Aber ich will, dass es dir gut geht und ich glaube, dass ich dafür einen Beitrag leisten könnte, wenn du mich lassen würdest. Ich bin stetig dazwischen hin und her gerissen, ob ich dir noch weiter hinterher laufen und dich daran erinnern soll, dass ich dich unterstützen will und dass du Part meines Lebens bist, den ich nicht einfach aufgebe. Aber ich möchte auch nicht mein letztes bisschen Würde verlieren, denn ich weiß, dass du mich im vollen Bewusstsein aus deinem Leben verbannt hast. Vollkommen irrational und mit Beweggründen, die nur wenig Sinn ergeben, aber in deinem Kopf erscheinen sie vermutlich logisch. Wie gerne ich in diesen Kopf hineinschauen und verstehen würde. Verstehen, was du denkst und wie du dir alles weitere vorstellst. Verstehen, wie es dir geht und was für eine Rolle ich dabei vielleicht spielen mag. Verstehen, was für dich gerade deine Wahrheit ist und wie sie in meine Wahrheit hinein passt. Ich habe solche Angst, dass du gerade dabei bist, dich zu verrennen. Weiter in ein Unglück steuerst und nicht merkst, dass der Kurs vielleicht geändert werden sollte oder es eben noch andere Routen gibt. Ich hoffe so sehr, irgendwann über irgendwelche Ecken mitzubekommen, dass es dir besser geht, dass du dein Leben ordnen konntest. Natürlich würde ich es am Liebsten von dir hören - aber es würde mir schon einiges an Last von den Schultern nehmen zu wissen, dass es dir besser, ja, vielleicht sogar gut geht. Ich wünsche es mir so sehr, dass es dir gut geht. Und ja, natürlich wünsche ich mir auch, dass du mir wieder Platz in deinem Leben einräumst. Permanent. Dass wir gemeinsam daran arbeiten können, das zwischen uns wieder hinzukriegen. Ich hasse es, ohne dich zu sein, auch wenn ich weiß, dass ich nicht mehr einfach so zu dir zurück kann. Weil ich auch nicht mehr weiß, wie weit ich deinen Worten noch vertrauen kann, wo es dir doch so leicht fällt, mir immer wieder vor den Kopf zu stoßen. Ich würde so gerne unsere Luftschlösser wirklich auf Grund und Boden bauen.
Ich liebe dich. Ich hoffe, es geht dir gut. Ich vermisse dich. Und ich hoffe, du findest deinen Weg zu einem glücklichen und zufriedenen Leben.

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