Design

Sonntag, 25. August 2013

Banner wechsel dich.

Wenn sonst schon nichts im Leben funktioniert, dann kann man sich ja wenigstens mal 'nen neuen Header basteln. Wurde auch mal Zeit, immerhin ist der schon über zwei Jahre alt und hat nie so ganz gefallen - was Besonderes ist der neue nun auch nicht, aber hey, wenigstens etwas Veränderung im Leben, auch wenn's nur im virtuellen Leben ist. Aber hey, wenigstens etwas, das man im Griff hat! Und wenn er doch absoluter Mist ist, dann kann ich ihn ja morgen einfach wieder wechseln. Das ist das Schöne - quasi Narrenfreiheit so weit das Auge reicht. Wo hat man die sonst bitte noch? Einfach mit einem Klick aus einer Laune raus noch tausend Blogs eröffnen und diesen hier wieder löschen, das Design auf den Kopf stellen, alles zweckentfremden - merkt doch keiner, interessiert keinen. Warum also nicht? Wenigstens etwas, das man noch kontrollieren kann. Wenn man das bei sich selbst versucht, geht's momentan nämlich ziemlich in die Hose. Wenn man sich vornimmt, einmal sich an vorderster Stelle zu setzen, weil es einem nicht gut geht, ist's eine Stunde später schon wieder hinfällig, denn was hast du für eine Berechtigung traurig zu sein, wenn es andere gibt, denen es schlechter geht? Leute, für die man da sein sollte. Die dich und deine Probleme sofort wieder nichtig erscheinen lassen und das, obwohl du sowieso rein gar nichts tun kannst.Weil man stark sein will, muss, für den anderen mit, wenn er es selbst nicht sein kann und man sich mies fühlt, wenn man es für Momente nicht war, weil man mal kurz Egoist war. Auch wenn es dir eigentlich gerade mal zugestanden hätte, weil man in letzter Zeit zu oft sich eine dicke Haut angelegt hat, in der Hoffnung, dass nichts durchdringt. 
Andererseits - wozu? Wozu stark sein, wenn es nichts bringt? Macht für den anderen scheinbar nichts besser, für dich selbst erst recht nicht und trotzdem will man nicht der Grund sein, um irgendwo noch mehr Elend hinzuzufügen, wo eigentlich keins mehr gebraucht wird. Bringt ja sowieso nichts, wenn man traurig ist, außer eben durchheulte Stunden, Tage, Nächte, Kopfschmerzen und einige andere Beschwerden, auf die man gut und gerne mal verzichten kann. Vorhaltungen werden einem eh von allen Seiten gemacht, über die eigene Dummheit, Talentfreiheit, Faulheit, Naivität und die nächsten Wochen, wenn bald auch noch einer von diesen Leuten 3 Wochen Urlaub und nichts besseres als so etwas zu sagen hat, schon Angst in einem auslösen, warum sich dann noch mehr auflasten? Einfach die Ohren auf Durchzug, sich selbst und alles andere ignorieren, damit man möglichst unbeschadet wieder aus der Sache rauskommt. Klein machen, Kopf einziehen, denn unter Kontrolle wirst du's eh nicht haben. Und hey, vielleicht ist ja bald das Licht am Ende des Tunnels gefunden und es handelt sich dabei um keinen Zug, der einen entgegen kommt. Wie war das noch, positiv denken? Hoffnung nicht aufgeben? Auch wenn man nicht mal mehr weiß, auf was man hoffen soll, weil sich einfach überhaupt nichts irgendwo hin entwickelt? Was würde ich gerade gerne einfach schreien, dabei weinen und dann wegrennen. Irgendwohin. Hauptsache weg und wenn auch nur für ein paar Stunden. Und am Besten nicht alleine, denn ansonsten würde ich nur noch mehr weinen. Weil alles verfahren ist, der Ungenügend-Stempel immer noch dick auf deiner Stirn - und eigentlich darfst du doch nicht wegrennen und dich beschweren, weil es doch Menschen gibt, für die man da sein will. Da sein muss. Weil sie wichtiger sind als du und weil es dich selbst zerreißt, sie so zu sehen. Weil alles andere egal ist. Weil man nicht wegrennt, wenn es schwierig wird, sondern versucht, nur noch fester an allem festzuhalten, damit nicht alles wegbricht, es noch irgendwo welche Stabilität gibt. Und damit sie wissen, dass, egal wie schlimm gerade alles ist, jemand da ist. Sie keinen Ungenügend-Stempel bekommen haben, sondern wichtig sind.

Und zum Ende noch ein wenig Tolkien für die eigene Seele:

"How do you go on, when in your heart, you begin to understand, there is no going back? There are some things that time cannot mend. Some hurts that go too deep." - “How do you move on? You move on when your heart finally understands that there is no turning back.” # J.R.R. Tolkien. 
"And truth is such a funny thing with all these people keep on telling me they know whats best and what to be frightened of and all the rest - they are wrong, they know nothing about us. They know nothing about us. And though they say it's possible to me I don't see how it's propable, I see the course we're on spinning farther from what I know, I hold on, tell me that you won't let go. Tell me that you won't let go. I'm not allright. [...] This could be something beautiful, combine our love into something wonderful - but times are tough I know and the pull of what we can't give up takes hold."

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