Jeden Tag sitze ich zur gleichen Uhrzeit am gleichen Ort. Den Blick aufs Wasser gerichtet, sehe, wie die Wipfel der Trauerweide fast das Nass berühren und es doch nicht tun, wie die Schwäne und Enten umher schwimmen und mich doch klagend anblicken, weil ich jeden Tag wieder komme und doch nie etwas Brot oder ähnliches mitbringe, um es ihnen zuzuwerfen. Weil mein Hund sie stattdessen beobachtet und sie den wohl nicht leiden können. Über so viele Jahre hinweg ist dies mein Lieblingsplatz gewesen, geworden und oftmals bin ich einfach nur dort vorbei gegangen, ohne viel mehr Zeit dort zu verbringen. Um die schlichte Schönheit des Ortes (wenn man davon absieht, dass das Wasser eher eine Brühe ist) in mir aufzunehmen und es auch dabei zu belassen. Doch das hat sich geändert. Zusammen mit ihm. Weil dadurch der Ort irgendwie eine neue Bedeutung gewonnen hat und aus ihm mehr macht, als nur einen Platz in meiner Heimat. Und jetzt sitzt du jeden Tag dort und erinnerst dich an Dinge und versuchst, Abstand von Zuhause zu gewinnen. Von dem ewigen Gefühl der Resignation und dem Gefühl, dass etwas bei dir fehlt. Etwas von dir selbst, das mitgenommen wurde, irgendwie, ohne, dass du's gemerkt hast. Die Fähigkeit, aus den kleinen Dingen Schönheit zu gewinnen, gute Laune aus ein paar Strahlen Sonnenschein zu ziehen, dich von Musik aufheitern zu lassen. Das ist weg. Und eigentlich war es noch immer egal, was der Grund für Traurigkeit bei mir war, zumindest das konnte ich noch. Vielleicht nicht im üblichen Ausmaß und dennoch, das Sonnenschein-Kind kam immer noch mal aus irgendeiner Ecke raus. Das ist nicht mehr da. Das gesamte Lebensgefühl besteht nur noch aus Resignation, Lebens-Müdigkeit, Gleichgültigkeit. Fröhlichkeit ist nur noch eine kleine Erscheinung, die so schnell wieder geht wie sie gekommen ist. Emotionale Abgestumpftheit, weil einen das Leben überholt und man sich selbst nicht dazu in der Lage sieht, aus den Sackgassen, in denen man steckt, wieder rauszukommen. Sich aus dem Bett herauszurollen wird zur Herausforderung, Worte zu schreiben zur Qual und jeder Tag kommt einem genauso eintönig vor wie alle anderen. Ob man selbst etwas daran ändern könnte? Vielleicht. Wenn man nicht selbst irgendwo jegliche Hoffnung aufgegeben hätte. Egal was für welche.
Hoffnung, dass eigene Ziele und Ideale in dieser Welt durchsetzbar sind. Hoffnung, dass das, an was man im Leben glaubt, auch tatsächlich existiert. Auch wenn es unrealer erscheint denn je. Denn wenn all das so weit weg erscheint und wie eine naive Kinderfantasie, dann bleibt einem nur die Hoffnung. Doch wenn man diese oft genug niederschmettert, dann geht auch sie irgendwann weg. Und so sitze ich an meinem Lieblingsplatz, innerlich resigniert, mit stumpfen Blick irgendwo auf's Wasser gerichtet, ohne Fokus. Mich nach dem Teil sehnend, der irgendwo verloren gegangen ist. Und irgendwie widerspricht sich doch alles. Denn ich sitze nur aus dem Grund jeden einzelnen Tag zur gleichen Uhrzeit an dem Ort, falls er mich sehen will. Damit, wenn er mich sucht, dort auch findet. Weil ich gefunden werden will, nur einmal im Leben. Weil es nicht nötig ist, dass man mich braucht, das muss nicht sein. Aber zumindest, dass man mich will, selbst wenn man mich nicht braucht. Weil ich wichtig bin. Wäre zumindest schön. Aber eigentlich habe ich keine Hoffnung, dort gefunden zu werden. Die habe ich aufgegeben und jedes Mal setze ich mich bereits schon resigniert auf die Bank, sicher, auch an diesem Tage nicht gesucht, nicht gefunden zu werden. Und komme mir selbst dabei armselig vor, weil ich mich für Niemanden auf dem Silbertablett präsentiere. Mich nicht an eigene Prinzipien und Androhungen halte, weil es mich wie die Motten ans Licht immer wieder dahin zieht. Ich würde mich wohl selbst auch schon nicht mehr ernst nehmen. Vielleicht sollte ich mich selbst mal ohrfeigen, damit ich wieder wach werde. Damit ich nicht ständig das Gefühl habe, dass das Atmen schwer fällt, dann laufen gehe und merke, dass es immer schlechter deswegen geht. Ich selbst bin nur eine einzige Farce, darauf hoffend, gefunden zu werden, wie ich am Weiher sitze, Tag für Tag. Also hoffe ich doch noch irgendetwas, irgendwie. Und andererseits weiß ich doch, dass es nicht eintreffen wird, denn ansonsten täte jeder Tag nur noch mehr weh. Denn weder er noch der Teil von mir, der irgendwo unterwegs verloren gegangen ist, sucht mich, wird mich daher auch nicht finden. Und irgendwie erscheint einem alles so herrlich sinnlos. Selbst die Worte hier. Eigentlich alles, egal wer etwas sagt, was man liest, was man tut oder eben auch nicht. Es ist eben einfach alles sinnlos. Doch trotzdem versuche ich mir in den Arsch zu treten, mich hier selbst mit Worten zu beschallen, dass es irgendwann wieder besser geht, besser wird. Dabei weiß ich nur zu gut, was für ein kaputter Mensch ich bin. Fernab von den Leuten, die mich nicht suchen oder finden wollen; es lässt sich eben nur einfach besser ignorieren, solange man den guten Part von sich selbst noch hat. Das Einzige, das man eigentlich immer an sich mochte, diese Fähigkeit der guten Laune, des positiven Hoffens, aus dem Kleinen etwas Schönes gewinnen zu können. Doch mit all dem vergebenen Hoffen auf so vielen Gebieten, für viele Menschen und ein klein wenig für sich selbst; weil man sich die Welt nicht auf ewig schönreden kann, wenn sie einem immer das Gegenteil von dem beweist, an das man als Einziges im Leben wirklich feste glaubt. Glauben möchte. An dem man immer wieder Halt gesucht hat und jetzt auch über einen zusammen bricht. Weil einfach alles wegbricht, egal wo, egal wie und das, was vielleicht noch da ist, so furchtbar sinnlos erscheint. Und doch, um nicht auf so etwas Negativem zu enden noch ein Zitat aus einer Serie, das irgendwie doch positiv ist - auch wenn auch das mir als leere Worte erscheint.
Hoffnung, dass eigene Ziele und Ideale in dieser Welt durchsetzbar sind. Hoffnung, dass das, an was man im Leben glaubt, auch tatsächlich existiert. Auch wenn es unrealer erscheint denn je. Denn wenn all das so weit weg erscheint und wie eine naive Kinderfantasie, dann bleibt einem nur die Hoffnung. Doch wenn man diese oft genug niederschmettert, dann geht auch sie irgendwann weg. Und so sitze ich an meinem Lieblingsplatz, innerlich resigniert, mit stumpfen Blick irgendwo auf's Wasser gerichtet, ohne Fokus. Mich nach dem Teil sehnend, der irgendwo verloren gegangen ist. Und irgendwie widerspricht sich doch alles. Denn ich sitze nur aus dem Grund jeden einzelnen Tag zur gleichen Uhrzeit an dem Ort, falls er mich sehen will. Damit, wenn er mich sucht, dort auch findet. Weil ich gefunden werden will, nur einmal im Leben. Weil es nicht nötig ist, dass man mich braucht, das muss nicht sein. Aber zumindest, dass man mich will, selbst wenn man mich nicht braucht. Weil ich wichtig bin. Wäre zumindest schön. Aber eigentlich habe ich keine Hoffnung, dort gefunden zu werden. Die habe ich aufgegeben und jedes Mal setze ich mich bereits schon resigniert auf die Bank, sicher, auch an diesem Tage nicht gesucht, nicht gefunden zu werden. Und komme mir selbst dabei armselig vor, weil ich mich für Niemanden auf dem Silbertablett präsentiere. Mich nicht an eigene Prinzipien und Androhungen halte, weil es mich wie die Motten ans Licht immer wieder dahin zieht. Ich würde mich wohl selbst auch schon nicht mehr ernst nehmen. Vielleicht sollte ich mich selbst mal ohrfeigen, damit ich wieder wach werde. Damit ich nicht ständig das Gefühl habe, dass das Atmen schwer fällt, dann laufen gehe und merke, dass es immer schlechter deswegen geht. Ich selbst bin nur eine einzige Farce, darauf hoffend, gefunden zu werden, wie ich am Weiher sitze, Tag für Tag. Also hoffe ich doch noch irgendetwas, irgendwie. Und andererseits weiß ich doch, dass es nicht eintreffen wird, denn ansonsten täte jeder Tag nur noch mehr weh. Denn weder er noch der Teil von mir, der irgendwo unterwegs verloren gegangen ist, sucht mich, wird mich daher auch nicht finden. Und irgendwie erscheint einem alles so herrlich sinnlos. Selbst die Worte hier. Eigentlich alles, egal wer etwas sagt, was man liest, was man tut oder eben auch nicht. Es ist eben einfach alles sinnlos. Doch trotzdem versuche ich mir in den Arsch zu treten, mich hier selbst mit Worten zu beschallen, dass es irgendwann wieder besser geht, besser wird. Dabei weiß ich nur zu gut, was für ein kaputter Mensch ich bin. Fernab von den Leuten, die mich nicht suchen oder finden wollen; es lässt sich eben nur einfach besser ignorieren, solange man den guten Part von sich selbst noch hat. Das Einzige, das man eigentlich immer an sich mochte, diese Fähigkeit der guten Laune, des positiven Hoffens, aus dem Kleinen etwas Schönes gewinnen zu können. Doch mit all dem vergebenen Hoffen auf so vielen Gebieten, für viele Menschen und ein klein wenig für sich selbst; weil man sich die Welt nicht auf ewig schönreden kann, wenn sie einem immer das Gegenteil von dem beweist, an das man als Einziges im Leben wirklich feste glaubt. Glauben möchte. An dem man immer wieder Halt gesucht hat und jetzt auch über einen zusammen bricht. Weil einfach alles wegbricht, egal wo, egal wie und das, was vielleicht noch da ist, so furchtbar sinnlos erscheint. Und doch, um nicht auf so etwas Negativem zu enden noch ein Zitat aus einer Serie, das irgendwie doch positiv ist - auch wenn auch das mir als leere Worte erscheint.
"That's how you stay alive. When it hurts so much you can't breathe, that's how you survive. By remembering that one day, somehow, impossibly, you won't feel this way. It won't hurt this much." - Grey's Anatomy.

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